Armut verwalten - trotzdem Zukunft gestalten![]() Als Ergebnis der diejährigen Etatberatungen zeigt die CDU-Stadtratsfraktion Wege zur Vermeidung von Steuererhöhungen auf. Seit Jahren ist in vielen Städten und Gemeinden eine finanzielle Abwärtsspirale in Gang. Mittlerweile ist hiervon auch die Stadt Euskirchen erfasst. Das sich derzeit neu auftuende Haushaltsloch - konkret eine Deckungslücke in Höhe von 18,5 Mio. EURO im städtischen Etat für das Jahr 2010 - ist dabei nicht auf kommunales Fehlverhalten, sondern auf konjunkturelle Einflüsse, Versagen des Bankensektors, steuerpolitische Eingriffe des Bundes, finanzielle Belastungen durch übergeordnete Stellen und letztlich eine generelle Unterfinanzierung der Kommunen zurückzuführen. Sie übersteigen damit das Maß an kurzfristigen Einsparmöglichkeiten bei weitem.
Für uns, die CDU Stadtratsfraktion stellte sich bei den Etatberatungen daher die Frage, ob es lohnt, weiterhin für einen politischen Handlungsspielraum zu kämpfen, oder ob wir direkt den Weg in das Nothaushaltsrecht mit allen sich hieraus ergebenden Konsequenzen, beispielsweise auch die zwangsweise Erhöhung der Hebesätze weit über den Landesdurchschnitt, gehen.
Wir haben uns entschieden, weiterhin den Weg der kommunalen Selbstverwaltung zu gehen, um die von uns favorisierten Aufgabenfelder weiterhin ohne Restriktionen bearbeiten zu können. Entsprechende Schwerpunktsetzung zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen, etwa bei der Frage der Umsetzung des KiBiz unter Beibehalt städtischer Kindertagesstätten, dem Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen wurden von uns bereits im vergangenen Jahr beschlossen und können auch in diesem Jahr ohne eine Erhöhung der Hebesätze umgesetzt werden.
Diesen Weg wollen wir weitergehen. Auch in diesem Jahr sprechen wir uns gegen eine Erhöhung der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer aus. Wir sehen die Planansätze der Verwaltung für 2011/2012, die nach heutigen Kenntnisstand nur durch eine Veränderung der Grund- und Gewerbesteuer erreicht werden können, daher lediglich als Plan, nicht jedoch als Ziel. Ob dieser Plan tatsächlich umgesetzt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die zum Teil noch recht vage sind, teilweise aber auch von uns bis zum kommenden Jahr noch maßgeblich beeinflusst werden können:
V.i.S.d.P: Klaus Voussem, Bahnhofstr. 11, 53879 Euskirchen
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