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Erstellung eines Masterplans "Kultur" für die Stadt Euskirchen

Die CDU Stadtratsfraktion geht neue Wege.


Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen in der Euskirchener Kulturlandschaft in Gestalt der bereits erfolgten Einstellung des Theaterbetriebs, die Frage nach der Zukunft des Stadtmuseums, der Neuaufstellung der Stadtbibliothek und des gewollten Zusammenschlusses der städtischen Volkshochschule mit der Kreis-VHS beantragt die CDU Stadtratsfraktion die Erstellung eines „Masterplans Kultur für die Stadt Euskirchen“.

 Wir erwarten hiervon eine verlässliche Handlungsgrundlage für alle anstehenden Entscheidungen. Von welcher Basis können wir dabei ausgehen? Was wollen wir erreichen? Wie und wann können wir unsere gesetzten Ziele angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen erreichen? Bereits in unserem gemeinsamen Antrag mit der FDP Fraktion vom 20.04.2010 haben wir formuliert, dass „nicht nur die Einspareffekte im Fokus stehen (dürfen), sondern, (dass) eine für die kommunalen Handlungsfelder verantwortungsvolle Politik (…) den Anspruch haben (muss), die Maßnahmen möglichst allumfassend und zukunftsorientiert auch unter Einbeziehung der Betroffenen abzuklopfen.“ Hieran wollen wir mit unserem Antrag auf Erstellung eines Masterplans für den Bereich Kultur in der Stadt Euskirchen anknüpfen.

Trotz knapper Finanzmittel steht die CDU Stadtratsfraktion Euskirchen weiterhin für ein breitgefächertes, bedarfsgerechtes und lebendiges Kulturleben in der Stadt Euskirchen. Wir sind Stolz auf unsere städtischen Kultureinrichtungen. Stadtbibliothek, VHS, Musikschule und Museum haben eine jahrzehntelange Tradition. Neue Einrichtungen, wie beispielsweise das „Alte Casino“, sind hinzugekommen. Dennoch können wir uns nicht des Eindrucks erwehren, dass sich im Verlauf der Zeit „Solitäre“ entwickelt haben, die nicht immer, sinnbildlich gesprochen, wie „die Farben eines Gemäldes“, aufeinander abgestimmt sind. Trotz mehrfacher Nachfrage seitens der CDU Stadtratsfraktion im Zusammenhang mit der Bereitstellung von erheblichen Mitteln aus dem Konjunkturpaket II zum Zwecke der Gebäudesanierung gibt es beispielsweise bis heute kein politisch beratenes und schlüssiges Nutzungskonzept für das „Alte Casino“. Die Frage, in welcher Form das Stadtmuseum als Ort für die Bewahrung der Zeugnisse unserer Vergangenheit und Gegenwart aufrechterhalten werden kann und, was vor dem Hintergrund des vorliegenden Brandschutzgutachtens bei zwangsläufiger Aufgabe des Standorts an der Kirchstraße mit den Gebäuden „Dicker Turm“ und „Haus Bibo“ geschieht, muss sorgfältig abgewogen werden.

Im Vordergrund muss daher eine inhaltlich-konzeptionelle Neuordnung im Sinne einer stärker an Zielen ausgerichteten Kulturpolitik stehen. Nahezu sämtliche Felder städtischer Politik haben eine Berührung zu kulturellen Fragestellungen. Daraus folgt, dass die Kultur kein weicher Standortfaktor ist, sondern integraler Bestandteil von Kommunalpolitik sein muss. Von besonderer Bedeutung wird dabei eine intelligente Arbeitsteilung sein, die die Potenziale der in der Stadt Euskirchen und der Region im kulturellen Bereich tätigen Akteure mit einbezieht.

Aus der inhaltlich-konzeptionellen Neuorientierung ergibt sich die Notwendigkeit einer Modernisierung bestehender Strukturen. In Zeiten knapper Kassen müssen die vorhandenen Ressourcen so eingesetzt werden können, dass die kulturpolitischen Ziele optimal erreicht werden. Der wichtigste Schritt dabei ist der Übergang zu einer strategischen Steuerung, die sich an den Ergebnissen und nicht an den Prozessen orientiert. Dadurch erhalten die einzelnen Kulturakteure größere Freiräume. Insoweit wollen wir möglichst viele gesellschaftliche Gruppen und im kulturellen Bereich tätige Vereine und Initiativen mit in unsere Überlegungen einbeziehen.

 

Die CDU Fraktion im Rat der Stadt Euskirchen beantragt daher,

 

der Rat möge beschließen die Verwaltung zu beauftragen, einen „Masterplan Kultur für die Stadt Euskirchen“ unter Einbeziehung der im kulturellen Bereich tätigen ortsansässigen Akteure unter Beteiligung der politischen Gremien zu erstellen.

 Mit freundlichen Grüßen

 

 

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