CDU beantragt Open Data Strategie für die Stadt Euskirchen

Die CDU in Euskirchen will der berechtigten Forderung vieler Bürgerinnen und Bürger nach mehr Transparenz und mehr Rechenschaft bei politischen Prozessen in Verwaltung und Politik auch mit den Möglichkeiten der Digitalisierung Rechnung tragen.

Informationen lassen sich im digitalen Zeitalter schneller und im größeren Umfang bereitstellen. Auch sind Beteiligungsprozesse über das Internet einfacher und mit geringeren Hürden zu organisieren.

 Ausgehend von dieser Erkenntnis hat die Euskirchener CDU auf Anregung ihres Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzenden Klaus Voussem im Rahmen eines parteiinternen Arbeitskreises unter der Leitung von CDU Vorstandsmitglied George Tulbure Anforderungen und Ziele von Open Data als wesentliches Element moderner Staatskunst im digitalen Zeitalter für die Stadt Euskirchen entwickelt. Hierzu wird die CDU Stadtratsfraktion in der nächsten Sitzung des Rates der Stadt Euskirchen einen entsprechenden Antrag einbringen.

„Der Grundsatz der Open Data Strategie lautet, möglichst alle Daten der öffentlichen Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger offen zugänglich zu machen, sofern diese keine vertraulichen oder schutzwürdigen Informationen enthalten“, erklärt George Tulbure und ergänzt: „Wichtig ist es dafür, Datenformate zu verwenden, die nicht nur eine Lesbarkeit, sondern auch eine automatisierte Weiterverarbeitung ermöglichen.“

Viele weitere Städte im Land befinden sich mit Open Data derzeit bereits in der Vorbereitungs- oder Umsetzungsphase. Die Bundesregierung hat am 01.08.2012 mitgeteilt, dass sie ebenfalls beabsichtigt, ein bundesweites Open Data Angebot bis 2013 zu erstellen. Auch die Europäische Kommission arbeitet derzeit an einer europaweiten Infrastruktur, um die Daten aus allen Mitgliedsstaaten und deren Städten einer breiten Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

„Im Zuge dieser Entwicklung ist es erforderlich, dass sich auch die Stadt Euskirchen möglichst frühzeitig den veränderten Rahmenbedingungen und Anforderungen stellt, um als Standort für die zunehmend internetaffine Bevölkerung attraktiv zu bleiben“, sagt der CDU-Vorsitzende Klaus Voussem und weiter: „Bei der Erarbeitung einer Open Data Strategie für die Stadt Euskirchen sollen interkommunale Erfahrungsaustausche heran gezogen sowie Möglichkeiten zur Kostensenkung und/oder Nutzenerhöhung durch interkommunale Kooperationen geprüft werden.“

Für die Umsetzungsphase ist nach dem Willen der CDU in Euskirchen eine enge politische Begleitung durch einen Beirat vorzusehen. Darüber hinaus soll auch im Zuge der Neugestaltung der städtischen Internetseiten eine Verbesserung der Darstellung von Daten und damit des Bürgerservices erzielt werden.