Kommunales Integrationskonzept soll Flüchtlingen die Integration in Euskirchen erleichtern

Euskirchen. Wie können die in Euskirchen lebenden Flüchtlinge möglichst schnell am Euskirchener Leben beteiligt werden? Die Antwort darauf möchte die CDU Stadtratsfraktion mit einem kommunalen Integrationskonzept geben. Die Grundgedanken des Antrags bilden die Prinzipien „Kein Kind zurück lassen“ sowie „Fördern und Fordern“. 
„Wir möchten mit dem Antrag den Aufbau eines Integrationsnetzwerks entlang der Bildungsketten initiieren“, so Klaus Voussem, Vorsitzender der CDU Stadtratsfraktion. „Das Integrationskonzept beginnt bei frühkindlichen Hilfen, frühkindlicher und schulischer Bildung bis hin zur Ausbildung und Arbeit, es ist ausgerichtet auf die Anforderungen der Zielgruppen und die Bedingungen des sozialen Zusammenlebens.“ Nach Ansicht der CDU-Fraktion ist es notwendig, dass die zugewanderten Menschen in die bestehenden Regelsysteme von Erziehung, Bildung, Ausbildung und Arbeit gebracht werden. Der Sprachförderung kommt dabei als Schlüssel zur Integration eine Hauptrolle zu.
Das kommunale Integrationskonzept möchte die CDU-Stadtratsfraktion dabei auf möglichst breite Füße stellen: So soll die Stadtverwaltung prüfen, ob mögliche Synergieeffekte für die Kreisstadt durch eine Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Bildungs- u. Integrationszentrum (KoBIZ) des Kreises Euskirchen nutzbar sind. Auch der städtische Integrationsrat soll die Integrationsmaßnahmen mit erarbeiten und umsetzen, ebenso wie der neugeschaffene „Integrationpoint“ des BZE in Euenheim. Ziel ist die Bündelung der vielen verschiedenen Angebote, um eine bestmögliche Integration zu erreichen. 
 Ein weiterer wichtiger Bestandteil des CDU-Antrags ist die Fortführung einer Evaluierung der asylbegehrenden Flüchtlinge nach Bevölkerungsgruppen anhand der bereits vorliegenden Ergebnisse zur Gestaltung des demographischen Wandels. 
„Das Ziel des kommunalen Integrationskonzeptes muss es sein, zugewanderten Menschen eine eigenständige Existenz unabhängig von staatlichen Transferleistungen zu ermöglichen. In diesem Integrationsziel spiegeln sich die sozialen, kulturellen, beruflichen und politischen Ebenen der Stadt Euskirchen wider“, so Klaus Voussem. 
Diese einzelnen Bereiche möchte der CDU Stadtverband Euskirchen auf einer Podiumsdiskussion näher beleuchten. Unter dem Titel „Integration gestalten – Strategien zur Integration aus der Sicht von Praktikern in der Stadt Euskirchen“ diskutieren am 24. Mai 2016 ab 17 Uhr im City-Forum Vertreter der Stadtverwaltung, der evangelischen und katholischen Kirchen sowie des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen und des Caritasverbandes für das Kreisdekanat Euskirchen über die vielen Facetten einer erfolgreichen Integration.